Hörbuchkritik mit Retrothema

Eine kleine Literatur- bzw. Hörbuchkritik am Rande. Nun bin ich zugegeben kein besonders großer Fan von Hörbüchern. Zum Einen fehlt mir dabei stets die haptische Erfahrung eines Buches (und gerade, wenn es eine „ältere“ Geschichte ist, auch der Geruch nach altem Papier und die Spuren der Zeit in einem gebrauchten Buch). Zum Anderen setzt ein Hörbuch immer die Anwesenheit von technischem Gerät als „Zwischenstufe“ zwischen Literatur und Rezipient voraus, in den letzten Jahren natürlich ausschließlich digitale Technologie. Zugeben, diese Technologie muß bis jetzt nicht up-to-date sein, auch ein oller DOS-Rechner kommt mit CD-Audio (jeder 286er mit CD-ROM) und MP3 (ab 486er) klar. In dem Sinne ist es in gewisser Weise ein hübscher Bruch mit zeitgeistigen Erwartungen, wenn man ein topaktuelles Hörbuchwerk aus der Bücherei auf einem „uralten“ Rechner abspielt, und dabei auf aktuelle Codecs und Updates pfeift. Bisher geht das noch – es mag sich mit der Einführung von neuen Dateiformaten und Datenträgern aber irgendwann ändern.

Aber kommen wir zum Hörbuch selbst. Vor einigen Wochen habe ich mir auf dem Notebook alle 13 CDs der deutschen Fassung von Ernest Clines „Ready Player One“ angehört. Was für mich durchaus eine Leistung ist, denn bei den meisten Hörbüchern komme ich nicht weiter als bis zur zweiten CD. Aber das Buch hat ja den Ruf als „Heiliger Gral“ der Retro(pop)kultur, und das wollte ich mir doch genauer ansehen. Allerdings war es mir damals wegen diverser Abstriche letztlich keinen Blogbeitrag wert. Nachdem sich jetzt wegen der kommenden Spielberg-Verfilmung auch das aktuelle Geek-Magazin damit beschäftigt, und einige meiner persönlichen Kritikpunkte am Buch auch in Artikeln erwähnt hat, möchte ich mich aber doch etwas näher dazu äußern.

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Bin noch da

Um mich ganz kurz mit einem Lebenszeichen zu melden: ich bin noch da, und habe auch das Blog nicht vergessen. Ebenso wenig hat mich das 21. Jahrhundert geholt – auch wenn ich mir der Ironie durchaus bewußt bin, eine derartige Aussage ausgerechnet in einem wordpress-Blog zu machen ;-).

Es ist im Moment nur alles etwas schwierig. Zuerst hatte es mich mit einer ziemlichen Grippe erwischt, und ich bin für einige Tage nur im Bett gelegen. Danach wurde im Büro ein ziemliches wirres und nerviges „Großprojekt“ angefangen, mit dem ich hier meist den ganzen Tag beschäftigt bin. Nach der Arbeit habe ich dann kaum noch Motivation, mich daheim an einen Rechner zu setzen und Zeugs zu probieren oder Blogbeiträge mit Substanz zu schreiben. Da habe ich dann oft nicht mal mehr Motivation für 386er und C64, obwohl einem die eigentlich bei der Entschleunigung und dem Erkennen relevanter Dinge helfen sollten. Ja, auf diese Weise kann einen das 21. Jahrhundert und der Einheitstrott des täglichen Lebens wohl tatsächlich „holen“, wenn man nicht aufpasst.

Es wird in den nächsten Tagen vermutlich langsam besser werden, und ich habe mir auch einige längere Blogbeiträge und andere Dinge fest vorgenommen. Ein paar VHS-Kassetten für einen Videobeitrag liegen auch schon bereit. Man habe also bitte etwas Geduld mit mir, es geht hier im Blog demnächst mit regelmäßigen Beiträgen weiter.

Betriebssystem aus der Zukunft

Der folgende Text ist inspiriert von zwei verschiedenen Ideen bzw. Fragen.

Zum Einen wurde im Kommentar zum vorherigen Beitrag gefragt, warum ich eigentlich immer so neumodische Anime-Bildchen für mein Windows 3.11 verwende, und nicht Bilder mit mehr Bezug zu den 80er/90er Jahren. Zum Anderen habe ich in den letzten Tagen mal wieder in ein paar alte Ausgaben des CF gelesen, und dabei auch den ideologischen „Sprung“ von Ausgaben aus dem Jahr 1994 zu Ausgaben aus den Jahren 1997/98 gemacht. Das ist IMO immer hilfreich, um zu sehen, wo die Dinge anfingen, falsch zu laufen und was letztlich die Mentalität des 21. Jahrhunderts in die Welt gebracht hat.

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80er-Jahre-Geek

Beginnen wir das neue Jahr doch mit einem längeren Faselbeitrag. Schließlich soll das Blog ja nicht nur aus bunten Bildern bestehen ;-).

Man mag sich erinnern, daß ich mich vor einiger Zeit mal dezent lobend zum Geek-Magazin aus dem Panini-Verlag geäußert hatte. Das ist eine aktuelle Zeitschrift, die es in guten Momenten durchaus schafft, auch differenziertere und nachdenklichere Artikel zu verschiedensten Geek- und Medienthemen zu bringen. Sicherlich spricht mich von der Mentalität her nicht alles an, aber diverse Artikel und Kolumnen lassen sich durchaus mit Gewinn lesen – und das ist immerhin mehr, als man über manch anderes angepasste Hochglanzprodukt im Zeitschriftenregal sagen kann. Negativ fallen beim Geek-Magazin bisweilen der kommerzielle Fokus auf das eigene Verlagsprogramm und auch diverse Tippfehler und/oder schlechte Recherche auf – gerade wenn es um Themen aus der Vergangenheit geht.

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Weihnachtsgrüße

Ich wünsche allen Bloglesern Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.

Ansonsten habe ich den Pentium wie üblich zur Entschleunigung in die Ecke gestellt (besinnliche Zeiten brauchen schließlich keine 166 Mhz) und werde die Zeit über Weihnachten mit dem C64 und dem 386er verbringen. Online werde ich wohl ab der ersten Januarwoche wieder anzutreffen sein. Ich hoffe, daß ich über die Feiertage auch etwas Zeit und vor allem Inspiration finde, um weiter an der Selene-Story zu schreiben. Eigentlich sollte das Buch ja 2018 fertig werden.

DOS-Spiele und Vielfalt

Weil wir schon beim Thema DOS-Spiele waren, widmen wir der Sache gleich noch einen Beitrag mit vielen bunten Bildern. Ich hatte die Kamera gerade zur Hand und dachte mir, es wäre doch vielleicht ganz nett, mal ein paar interessantere DOS-Spiele aus der späten Ära, also im Bereich 1996/1997, direkt vom Bildschirm abzufotografieren. Vermutlich ist bei den Empfehlungen zwar nichts dabei, daß nicht sowieso jeder kennt, aber sei es drum. Es könnte ja die Vielseitigkeit zeigen, die einem auch eine komplett originale Hard- und Software aus den 90er Jahren beim Spielen bieten kann.

Fangen wir mit der Bilderparade an. Wie üblich verkleinert wordpress eingefügte Bilder, und macht sie dezent unscharf, also bitte für volle Qualität auf das Bild klicken. Da es sich vom Röhrenbildschirm immer etwas schwierig abfotografiert, sind einige Imperfektionen und Farbverfälschungen aber unvermeidbar. Einfach nur ein paar Screenshots reinklatschen, wäre aber irgendwie unpersönlich, da fehlt die Verbindung zur realen Hardware. Am Liebsten wäre mir natürlich, wenn all diese Spiele auch auf einem 386er laufen würden, aber das wäre wohl teilweise zuviel verlangt. Ein schneller 486er sollte aber durchaus reichen.

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