Retro-Magazin – ein letzter Kommentar

Die meisten Ausgaben der GO64 (aka Retro-Magazin) aus dem Jahr 2012 habe ich bereits in die Papiertonne geworfen, aber am Wochenende hatte ich beim Sortieren noch diese beiden Hefte hier gefunden, die nun wohl auch den Weg zum Altpapier finden:

go64

Das Jahr 2012 war bis zu diesem Zeitpunkt wohl der absolute Tiefpunkt des Heftes. Man beachte den irritierenden Kontrast zwischen dem (Abo-)Aufdruck „GO64 – Das Commodore 64 Magazin“ und den Titelthemen zum gerade aktuellsten Tomb Raider und FarCry 3. Die Misere hatte ja eine Ausgabe zuvor begonnen, als uns ein knallbuntes Heft zum Thema Rayman nahebringen wollte, warum unsere guten Freunde von Ubisoft so großartig, so herausragend und so unabdingbar für jeden „echten“ Retrofan sind.

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MEKA für DOS

Einen kurzen Beitrag habe ich noch zum Thema Emulatoren. Damit soll es aber dann langsam gut sein. Was mir noch positiv auffiel, ist jedenfalls der optisch schön gestaltete Emulator MEKA (2005) unter DOS. Der bezeichnet sich selbst als „Multi Machine Emulator“ und deckt unter anderem die 8-Bit-Konsolen Master System und Game Gear von Sega ab.

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Selbstverständlichkeiten

Ein kurzer, kritischer Beitrag dazu, warum mir leider zu aktuellen Retrofans und deren Retrohobbies oft irgendwie der „Draht“ fehlt, und warum ich trotz guter Absichten meinerseits oft schnell wieder ins Fettnäpfchen trete. Das liegt wohl hauptsächlich daran, daß ich die Denkweisen im Jahr 2018 nicht mehr wirklich nachvollziehen kann.

Könnte es sein, daß zeitgeisttypisch einfach wieder zu viele Dinge als „selbstverständlich“ (oder verwandte Worte) vorausgesetzt werden? Hier mal ein paar sicherlich leicht überzogene Beispiele zu möglichen Aussagen über derlei Selbstverständlichkeiten, wie man sie theoretisch in Artikeln oder Foren finden kann. Übertreibe ich hier, wenn ich einige dieser Aussagen irritierend finde bzw. wenn sie mich zu kritischen Gegenfragen und damit zum Fettnäpfchen verleiten?

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386SX25 in Action

Wie versprochen, hier noch ein paar Fotos vom 386SX25 in Action. Ich hatte ihm letztes Wochenende die Soundkarte eingebaut, damit auch MOD-Player und andere akustische Software mal wieder was zu tun bekommen. Besonders produktive Sachen habe ich zwar nicht gemacht, aber die Bilder sind vielleicht dennoch gute Argumente gegen Sprüche Marke „nutzlose Krüppelmaschine“. Und auch gegen Aussagen, daß man für dieses und jenes Spiel und Genre doch auf jeden Fall etwas angeblich „Besseres“ benötigt.

Mir ist durchaus klar, daß diese Bilder vermutlich für die meisten Leser relativ uninteressant und repetitiv sind, aber ich halte auch gerne für mich fest, was so alles läuft und was davon sogar überraschend flink und gut.

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Raketenmänner vs Aliens

Mal wieder eine kurze Empfehlung zu klassischen US-Kinoserials, den Vorläufern moderner Fernsehserien. In früheren Beiträgen im alten Blog hatten wir ja schon einen Blick auf diverse Serials der 30er und 40er Jahre wie „The Phantom Creeps“, „Captain America“ oder das anti-japanische „Batman“-Serial geworfen. Natürlich sind diese Serials auf der einen Seite sehr simpel gestrickt und mit einer starken Tendenz zu Plotlöchern, Haudrauf und grobem Unfug. Auf der anderen Seite sind sie aber stets auch ein Spiegel der Gesellschaft und sozialer Befindlichkeiten, z.B. der Angst vor Invasion und fremden Mächten bzw. Kollaborateuren, die den American Way of Life bedrohen.

Und in gewisser Weise waren sie eines der wenigen Genres (neben dem Radiohörspiel), in denen Themen wie Superhelden und Science Fiction auch an die breite Öffentlichkeit herankamen. In dem Sinne sind sie IMO Teile der Wurzel einer „Geek“-Kultur, und sollten daher auch öfters Erwähnung finden. Auch viele Elemente, die ab den späten 40ern den UFO-Glauben in den USA geformt haben, findet man in solchen Serials, z.B. fremde Raumschiffe am Himmel oder seltsam gekleidete Außerirdische, die sich im Geheimen mit Menschen treffen. Da es solche Stories auch schon vor 1947 gab, liegt es nahe, zu vermuten, daß diese wöchentlichen Fiktionen einen deutlichen Anteil an der US-Mythologie um fliegende Untertassen hatten.

Serials aus den 50er Jahren sind bereits aus der Spätphase des Genres, denn das Fernsehen war auf dem Vormarsch. Soweit ich weiß, war „The Lost Planet“ von 1953 das allerletzte SciFi-Kinoserial. Sehen wir uns daher einen späten Vertreter an, ein Serial mit dem wunderbaren Titel „Zombies of the Stratosphere“ von 1952.

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Star Ocean DOS

Ein letzter Beitrag (für den Moment) zum Thema interessante Emulationen unter DOS. Das Thema nimmt im Blog irgendwie zuviel Raum ein, außerdem nutze ich in letzter Zeit wohl selbst zu oft Emulatoren. Das geht eigentlich gegen meine Überzeugung, denn es stört mich ja immer, wenn Leute ein System nur noch auf Nachbildung reduzieren. Und erst recht, wenn für diese Nachbildung klassischer Hardware plötzlich ein Gigahertz-Rechner notwendig wird, weil allein schon das Betriebssystem die meiste Leistung verbraucht. Dabei kann ein guter Rechner für eine große Anzahl an vielseitigen Emulationen auch z.B. Baujahr 1996 haben.

Und daher ist es halt irgendwie verlockend, das doch sehr große „Universum“ und die eigene Welt der 16-bittigen-Konsolenspiele auch auf dem „uralten“ DOS-PC zu haben. Trotzdem habe ich die Emulatoren gestern erst mal alle gelöscht, um mich wieder anderen Dingen am Rechner zu widmen.

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