Nach dem langen Faseltext noch bunte Bilder – schließlich wollen wir das Jahr 2018 doch auch mit einem schnieken Windows-3.11-Screenshot begrüßen (wie üblich Klick für volle Bildgröße):

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Und hier noch etwas im Bereich Anwendungen: das vom Atari her bekannte GFA-BASIC in der Version für Windows. Sieht optisch zwar recht mau aus, soll aber wohl eine recht gute und komfortable Umgebung zur Entwicklung von Windows-Programmen sein. Mir persönlich ist ja jedes neumodische BASIC suspekt, daß keine Zeilennummern verwendet. Hat von den Bloglesern zufälligerweise jemand unter GFA programmiert?

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4 Gedanken zu “Windows 3.11 goes 2018

  1. GFA Basic? Ei, und ob ich das verwendet habe!

    Im schönen Sommer 1988 bekam ich meinen ersten Rechner, einen Atari 1040STF, zum neunten Geburtstag geschenkt. Ich begann mit der Programmierung in DR LOGO, später ging ich zu Basic über: zunächst Omikron Basic, das mich aber nicht vom Hocker riss — Stabilität schien ein Fremdwort für die Entwickler bei Omikron zu sein, selbst einfachere Programme ließen den Rechner schnell mal aus unerfindlichen Gründen abstürzen. Später brachte mein Vater mit das legendäre GFA Basic mit.

    Rasant schnell, enorm stabil (selbst schwerwiegende Systemfehler führten nicht zu den berüchtigten „Atari-Bomben“, sondern wurden abgefangen), mit einfachem Zugriff auf die GEM-Routinen und strukturierten Programmen. GFA-Basic-Programme erinnern vom Aufbau her eher an C als an übliches Basic. Funktionen und Prozeduren statt Zeilennummern und „GOTO“, sogar etwas Ähnliches wie Structures gab es da, wenn ich mich richtig entsinne. Es tut mir leid, dass ich das „Ur-Basic“ hier kritisieren muss — aber der hampelige Spaghetticode dieser Sprachfamilie ist nicht wirklich ein Highlight der Technologiegeschichte. GFA machte Schluss damit — und zwar schon Ende der Achtzigerjahre! Das kann man nicht wirklich als „neumodisch“ ansehen. Vielmehr scheint mir nach wie vor, dass vieles, was heutzutage als hochmoderne Errungenschaft angesehen wird, auf dem Atari ST schon vor Jahrzehnten Realität war.

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  2. PS.
    Deine Vorliebe für Kawaii Anime Girls im Stil des 21. Jahrhunderts als Desktophintergrund — das scheint mir so eine kleine Abweichung von deinem 80s/90s-Leitmotiv zu sein?

    (Natürlich hatten Achtziger-Anime auch schon einen ähnlichen Stil, aber die Girls, mit denen du deinen Monitor schmückst, sind von der Optik her sehr modern. Vergleiche z. B.: https://i.pinimg.com/originals/cb/5b/70/cb5b701e34148ad9a1dcaf64b59da1a7.jpg vs. https://vignette.wikia.nocookie.net/vsbattles/images/5/5d/Sora_No_Otoshimono.png)

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  3. Habe auch ein wenig in GfA-Basic auf dem Atari ST programmiert (ein Programm zur Erstellung von Stundenplänen für die Schule und eine simple Bedienoberfläche zur Ansteuerung meines Handscanners (Einbindung des Assembler-Listings der c’t in GFA-Basic).

    Bei Omikron-Basic konnte man die Zeilennummern übrigens an- und abschalten.

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  4. Damit Basic sein Potential entfalten kann, braucht es vermutlich tatsächlich einen strukturierten Code. Und da war der Atari bzw. GFA Ende der 80er wohl technisch schon ein ganzes Stück weiter. Mir persönlich erscheint es halt immer ungewohnt, wenn ich Basic erwarte und der Code sieht dann eher aus wie C.

    Am untersten Ende der praktischen Verwendbarkeit lag ja seinerzeit auch das Basic 2.0 auf dem C64, bei dem sich etliche Ziele nur mit „Verrenkungen“, Peeks, Pokes und Datazeilen erreichen ließen. Aber das ist ja vielleicht auch ein Anreiz, eben wieder die Imperfektion. Trotzdem war ich über die „Schwächen“ im Basic 2.0 seinerzeit auch überrascht, kam ich doch vom Plus/4 mit dem prinzipiell leistungsfähigeren Basic 3.5.

    Wenn man in den 90ern einen echten Amiga-Fan ™ ärgern wollte, musste man ihn übrigens nur darauf hinweisen, daß das originale Amiga-Basic aus dem Betriebssystem seinerzeit von Microsoft geschrieben wurde. Da hat dann vermutlich jeder echte Fan abgestritten, diesen „Murks“ jemals verwendet zu haben. Die Alternativen auf dem Amiga waren glaube ich AMOS und BlitzBasic.

    Was die kawaii animegirls betrifft: ich weiß ja, daß es neumodischer Schnickschnack ist. Mir gefällt da halt oft die Ästhetik auch bei modernen Bildern, gerade in der optischen Wirkung als Desktop. Außerdem ist es doch ein hübscher Kontrast, wenn man diese Bilder als „Gesicht“ eines 25 Jahre alten 16-Bit-Systems verwendet. Und die Dateiformate jpg oder png sind nach wie vor vollkompatibel mit älterer Software. Das muß man ausnutzen.

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