Für den 70er-Jahre-Kult

Nach dem Naserümpfen über den IMO bisweilen recht künstlichen gehypten „80er-Kult“ hier mal ein kleiner Fotobeitrag zum Megakultjahrzehnt 70er Jahre. Ich habe ein paar Teile rausgesucht, die ich hier habe, und die man mit den 70er Jahren in Verbindung bringen kann. Technisch habe ich aus dem Bereich leider nicht viel da, also greifen wir zum medialen „Retro“, und breiten ein bißchen 70s-Zeitgeist auf dem Tisch aus.

seven

In der oberen Reihe links finden sich zwei Ausgaben der klassischen Zack-Parade (1973 – 1981) vom Koralle-Verlag, nämlich Ausgabe 6 von 1974 und Ausgabe 26 von 1977. Die Zack-Parade war zu dieser Zeit vermutlich das ultimative Magazin, wenn man an eine gute Auswahl frankobelgischer Comics in ordentlicher deutscher Übersetzung rankommen wollte. Im Zack gab es dann Serien wie Lucky Luke, Blueberry, Mondbasis Alpha, Valerian, Michel Vaillant und andere. Mit dem Fokus auf Cowboys, Rennfahrer, Jetpiloten, Astronauten etc. zielte das Magazin wohl hauptsächlich auf eine konservativ-männliche Zielgruppe und deren Heldenfantasien ab, was bisweilen etwas einseitig wirkte.

Weiterlesen

Werbeanzeigen

Wider dem 80er-Jahre-Kult

Ein Thema, daß ich schon öfter angesprochen habe, daß mir aber gerade wieder stärker auffällt, ist der einseitige Fokus auf die 80er Jahre beim Thema „Retrofun“ und Nostalgie.

Sei es nun Fernsehen, Radio, Filme, Serien, Bücher, Zeitschriften, Werbekampagnen etc. – sobald es um eine emotionale Rückbesinnung auf die Vergangenheit geht, sind sofort die 1980er Jahre als quasi sehnlichster Wunsch und Traumziel präsent. Das Kommerz-Radio erzählt einem dann z.B. irgendetwas vom „allergenialsten Megakultjahrzehnt“ mit den größten, geilsten und besten Hits (und die angeblich größte Auswahl besteht dann in der Regel aus knapp 15 – 20 ständig wiederholten „Kultsongs“).

Weiterlesen

Selene – Buch und Kapitel 2 fertig

Ein paar good news zum Chapter Release Day.  Zuerst einmal die Aktualisierung zum zweiten Kapitel: es sind jetzt 12 DIN-A4-Seiten fertig. Ich würde sagen, damit ist es (fast) fertig. Eventuell fehlt unten noch ein Absatz mit guter Überleitung zu Kapitel 3. Ab dort könnte man dann auch den Morgresch-Plotfaden wieder aufnehmen, so daß Rick bald mehr Abenteuer haben wird, als er sich gewünscht hat.

Weiterlesen

Fix und Foxi politisch

Es ist mal wieder Zeit für ein paar Comic-Scans aus den 70er Jahren :-).

Die Entwicklungsgeschichte von Fix & Foxi über die Jahrzehnte von den 50ern bis zu den 90ern ist immer auch eine interessante Geschichte über deutsche Befindlichkeiten und Mentalität. Der generelle Schreibstil war zwar meist konservativ (wie es Onkel Rolf Kauka am Besten gefiel), aber es gab auch Entwicklungsschritte. Das Folgende nur mal als grobe Einteilung, es gibt story- und qualitätsmäßig immer auch Abweichler von der Norm der jeweiligen Ära.

Weiterlesen

Druck von Betaversion „Selene“

Damit ein bißchen was vorangeht, habe ich jetzt per Onlinedruck mal 5 Ausgaben des ersten Selene-Bandes geordert. Dieser Druck wird eine reine  Preview- bzw. Betaversion, d.h. es sind sicherlich noch einige verbesserungswürdige Abschnitte, und auch Tipp- und Rechtschreibfehler drin. Es entspricht also hauptsächlich der pdf-Fassung online.

Der Hauptgrund, warum ich es jetzt trotzdem ein paar Probeausgaben drucken lasse, ist, daß ich das lange Fehlersuchen auf dem Bildschirm einfach nicht mag. Dabei übersehe ich ständig Fehler bzw. verliere ich nach einer Weile des Bildschirmlesens wieder die Motivation. Auch die Leute, die mir Feedback und Textkorrekturen zugesagt haben, haben offensichtlich wenig Lust, am Bildschirm zu lesen. Daher mal der Beta-Druck. Auf diese Weise kann ich mich mit Kugelschreiber und Rotstift an eine physische Ausgabe setzen, und manuell anstreichen, was noch der Änderung bedarf. Das ist sicher effektiver für die späteren Ausgaben und „Reinschriften“.

Somit geht also eine Ausgabe weg, die ich selbst zum Bekritzeln brauche. Wodurch für den Moment noch 4 Exemplare übrig bleiben. Wer will haben? Oder will doch jeder auf die finale Fassung warten?

Weiterlesen

Jubelbuberei

In meinem alten Blog hatte ich mich ja schon mal mit dem ultrahippen Autor Philip Riederle und seinem Buch, pardon, seinem Bestseller „Wer wir sind und was wir wollen – ein Digital Native erklärt seine Generation“ befasst. Und obwohl ich aus rein theoretischem Interesse öfters auch mal Bücher über Digitalisierung und sogenannten „modernen Lifestyle“ lese, ragte dieses Werk doch irgendwie aus der Masse heraus. Das aber nicht unbedingt im positivem Sinn, denn auf mich persönlich wirkte es selbst für dieses Genre auffallend überheblich und herablassend.

Es schien auch weit weniger um konkrete Anregungen oder gar Hinterfragungen zum Thema Lebensstil zu gehen, sondern mehr um Selbstvermarktung des Autors und seiner Weltsicht. Der kam mir bisweilen vor, wie jene Leute in Webforen, die zu jeder (ihrer Ansicht nach) nicht 100% zeitgemäßen Aussage sofort die „hahaha, steinzeithöhle oder was!!!???“-Keule rausholen, und/oder der Ansicht sind, daß alles, was sie nicht mehr brauchen, auch für jeden anderen als obsolet und nutzlos zu gelten hat.

Weiterlesen